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Oh – das tut mir leid für die Kölner. Das ist ja wirklich schlimm. Und dann noch der Karneval. Aber die rheinländer sollen ja Humor haben.
Was die Marktorientierung der Bühne angeht, liegt hier wohl wirklich der Hund begraben. Einen Markt, an dem sich die Bühnen orientieren könnten und sollten, gibt es natürlich nur, wenn das, was da passiert, den Markt interessiert. Weite Teile der Bevölkerung gehen aber entweder nicht ins Theater, oder kommen raus und haben keine Meinung über das Gesehene. – Letztlich liegt der Qualitätsverlust der Bühnen daher vermutlich nicht zuletzt am Publikum, da hat Elle recht: Wer nichts einfordert, bekommt nichts. Und wer das Theater sich selbst überlässt, der bekommt eben einen Betrieb, der um sich selber kreist und seine Aufgabe außerhalb der ursprünglichen Sphäre vermutet.