Die FAZ scheint da so eine kleine Reihe im Feuilleton zu diesem Thema zu haben. Neulich gab es einen sehr interessanten Bericht über die Verhältnisse in Frankreich. Durch Horte, école maternelle/Ganztagsschulen und einer – vor allen Dingen – fehlenden gesellschaftlichen Debatte, ob die Karriere der Mutter gut sei fürs Kind, ist dort die Geburtenrate (gerade unter den gebildeten jungen Französinnen) sehr hoch (1, 8 gegenüber 1, 3 der deutschen Frauen). Kurz gesagt: In Frankreich macht sich einfach keiner einen großen Kopf. Frauen (Familien) wissen, wohin mit den Kindern – und sie müssen sich nicht permanent rechntfertigen, ob ihre beruflichen Wünsche und Lebensplanungen denn nun gut für die Kinder sind.
Das scheint auch ein „deutsches Problem“ zu sein, dieser (un-)ausgesprochene Zwang, für die Kinder „Opfer“ bringen, auf eigene Lebensverwirklichung verzichten zu müssen. Deshalb ist es hierzulande auch leichter, eben keine Horte und Kinderbetreuung anzubieten.