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Die deutsche Vorstellung von der Mutterschaft ist ohnehin ziemlich singulär. Mit der Geburt eines Kindes wird man in Deutschland deswegen auch nicht eine berufstätige Frau mit Kind, sondern eine Art Priesterin, gerne genommen das Modell „Madonna mit Kind“. Dass die aus diesem Umstand herrührenden Versagensängste schon viele Kinder verhindern, dürfte auch nicht ganz unschuldig an der geringen Reproduktionsrate sein.
Über die Debatte, wie das Leben mit Kind eingerichtet ist, ärgert es mich aber einfach generell, dass einer Frau stets ein Kinderwunsch unterstellt wird. Kinder haben zu wollen, gilt als der Normalfall. Dass man auf die Brüllgören einfach keine Lust hat, will kaum jemand akzeptieren.