REPLY:
… vertreibt geschickt Geschlechtersorgen!
@che: OK, ich verstehe. Danke trotzdem für Deine interessante Geschichte. Fürwahr nicht alltäglich, immerhin aber ein wertvoller empirischer Beleg – nämlich gegen die Erklärung, die meine besonderen Freunde, die Evolutionspsychologen, wohl anführen würden: dass der Mann wirbt und die Frau passiv bleibt, liege in der Natur von uns Menschen und könne sich daher nicht ändern. Früher sagte man „gottgegeben“, heute heisst’s „evolutionspsychologisch begründet“. Jedenfalls zeigst Du, dass es auf beiden Geschlechterseiten eben auch andere Phänotypen gibt. Das bringt mich dazu, in angelernten Rollenbildern nach Gründen zu suchen.
Mir ging gestern noch durch den Kopf, dass es wohl einen Zusammenhang zwischen der gesellschaftlich gewollten Passivität der Frauen und der Schönheits- und Modesucht (ja, ich weiss, das ist jetzt stark ausgedrückt) vieler Frauen geben könnte: Wie sollen sie – im klassischen Verteilungsmuster – denn sonst auf sich aufmerksam machen?