Oh, Schnecken habe ich mit meiner jüngeren Schwester eine Zeit lang auch einmal aufgesammelt. Aber nicht, um sie zu essen, sondern wir haben die Wettrennen auf dem Küchentisch veranstalten lassen (sehr zur Freude unserer Mutter). An eine winzige Schnecke mit rosa Häuschen erinnere ich mich noch sehr gut, die war richtig schnell. Wenn man nicht aufpasste, knallte diese Rennschnecke vom Tisch herunter. Zum Glück schien sie sich aber nichts getan zu haben, jedenfalls raste sie danach noch weiter. Eingeweckt haben wir die Tierchen auch nicht, sondern später wieder in die Freiheit auf eine Wiese außerhalb des Gartens entlassen. (Irgendeinen Deal mussten wir unserer Mutter ja anbieten – die Schnecken, die am Rennen auf dem Küchentisch teilnahmen, würden wenigstens keine Erdbeeren oder Blumen fressen.)

P.S.1: Wir nahmen natürlich immer nur Schnecken mit Haus, die konnte man gut anfassen. Weinbergschnecken ohne Haus fanden wir viel zu glitschig. Die Schnecken legten wir zwischen den Rennen in einen Karton, der gut mit Löwenzahnblättern gepolstert war. Es ist erstaunlich, wie lange sich Schnecken paaren können. Der Mechanismus von Schneckenfühlern ist aber viel faszinierender.

P.S.2: Beim Schneckenforscher von Patricia Highsmith habe ich mich allerdings schon etwas gegruselt. Definitiv glitschig.