„Mir fällt immer wieder auf…

… wie sehr das Ausmaß an Leidenschaft und Utopie abgesunken ist…“

Mir auch.
Vor allem auch beim Blick auf die Kulturszene…

Die künstliche Trennung von Politik und Gesellschaft ist eine gefährliche Sache, weil sich dann niemand mehr wirklich verantwortlich fühlt.
Auch das scheinbar Private hat Konsequenzen im Außen. Wir sind die Gesellschaft. Politik ist, was wir tun – oder lassen.

Und spätestens dann geht es nicht mehr nur um die so dringend benötigten Utopien und Visionen, sondern vielmehr darum, (von ihnen beflügelt) etwas ganz konkret anders zu machen – und sei es auch nur in der eigenen Um- und Mitwelt.

Das ist übrigens auch die Hauptmotivation, weswegen ich mich immer wieder auf obskure kleine Bühnen schwinge und mir die Seele aus dem Leib singe… ich will nämlich nicht „nur spielen“, sondern meine es ernst. Will berühren. Nachdenklich machen. Meine Leidenschaft teilen.
Das ist allerdings langwierige Knochenarbeit, in einer Zeit, wo Comedy und Kommerz sich den Löwenanteil des Kuchens teilen.

Umso schöner ist es, auf Menschen wie Dich zu stoßen, die denken und fühlen und ihr heißes Blut nicht künstlich cool machen!