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Klar, gerade im Optischen sind die Kompromissmöglichkeiten sehr nahe bei Null. Wo auch immer die Vorlieben auch herkommen mögen (frühkindliche Idealerfahrungen mit dem anderen Geschlecht?). Und auch über das Temparament, das wir bevorzugen, oder einfach die Art zu sein, die der andere haben muss, können wir kaum Kompromisse schliessen. Damit haben Sie zurecht auf Unabänderliches hingewiesen. Ich glaube aber, dass wir doch alle auch noch oberflächlichere Selektionskriterien haben, um das mal so nüchtern auszudrücken, und da kann man sich manchmal den Spielraum erweitern, indem man das nicht so Denkbare denkt.

Nun will ich Ihnen ja mitnichten unterstellen, Sie seien zu wenig offen. Ich kenne Sie viel zu wenig, um zu wissen, ob das bei Ihnen nicht ganz anders ist – meine Bemerkungen sind ja auch ganz allgemein zu verstehen.

Zur Vergangenheit haben wir wohl ein unterschiedliches Verhältnis; bei mir ist das Verrückte an der Sache, dass jene vergangene Zeit, nach der ich mich zurücksehne, häufig überhaupt nicht „lustig“ war, mir aber in der Verklärung „schön“ vorkommt.

Und: Schreiben hilft immer. Gerade zur Hilfe im dauerhaften Kampf um ein Stücklein Selbstbestimmung.