Oh, wie wahr, wie wahr.

Es ist nunmal so: wenn man eh schon wenig mit Kindern anfangen kann – als Mann kann man dies mit Kindern unter drei Jahren, deren einzige Wortäußerung in Schreien oder babbelnden Geräuschen besteht, noch viel weniger.

Möglicherweise bessert sich dieses Verhältnis, wenn man in der Lage ist, dem eigenen Kind unter Zuhilfenahme der deutschen Sprache bestimmte Sachverhalte des Lebens zu erklären, mit ihm zu diskutieren oder auch nur eine Cowboy-Ausrüstung zu schenken 🙂

Aber wenn dieser Zustand erreicht ist, daß der Vater sich mal wieder mit dem Kind beschäftigen kann, ist er schon längst geschieden von seiner ehemals so reizenden Frau, die es überhaupt nicht verstehen kann, daß Windeln wechseln und kleine Spucktücher über der Schulter tragen nicht die Krone der Schöpfung darstellt.

Darüberhinaus ist die Frau nach diesen ganzen Jahren des Baba-Dudu-Aahaahsagens auch inzwischen in einem solch geistig desolaten Zustand angelangt, daß das ehemalige Interesse des Mannes auch eher in Richtung des absoluten Nullpunktes tendiert.

Kombiniert wird dies natürlich mit einem kollektiven Vernachlässigen des Freundeskreises (das Kind muß ja schließlich ins Bett/heute ist gerade schlecht/…), so daß dann nach der Trennung von Frau und Kind wenigstens hoffentlich noch ein Jugendfreud oder Familienmitglied vorhanden ist, um die Trösterrolle zu übernehmen. Im neuen Freundeskreis, deren Qualifikation ausschließlich darin besteht, daß die neuen Freunde auch Kinder besitzen, trifft die Aktion der Trennung des Kindes wegen jedenfalls auf wenig Begeisterung.

Zusätzlich haben junge Paare dann ja auch noch die Fähigkeit, die Geburt ihres Kindes gemeinsam mit ihrer Hochzeit und dem Berufsanfang stattfinden zu lassen, so daß die Belastung wenigstens auch nochmal verdreifacht wird.

Insofern: 100%ige Zustimmung zu diesem Beitrag, Mitleid für den Herrn Cousin.

Die einzige Lösung kann da fast nur im Outsourcing bestehen. Ohne eine Putzfrau, eine Haushälterin und ein Kindermädchen würde ich jedenfalls nichtmal im Traum über Kinder nachdenken.