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Die Frau von der Leyen, Herr Rationalstürmer, stammt ja vermutlich entgegen einem landläufigen Gerücht nicht von dem ehemaligen Niedersächsischen Landesvater ab, sondern aus einem geheimen Labor der Konrad-Adenauer-Stiftung. Das Projekt hieß „Das leuchtende Beispiel“.

Um einen Kinderhasser handelt es sich, Frau Testsiegerin, bei meinem Cousin eigentlich nicht, sonst hätte er dem Drängeln seiner Ex, ein Kind zu bekommen, vermutlich gar nicht nachgegeben. Es hasst ja auch nicht jeder Hunde, der keine haben will. – Dass manche Frauen Ihre Partner mit solchen Forderungen auch ziemlich unter Druck setzen, sollte man ja auch nicht vergessen. Wer versucht, einen glücklich kinderlosen Herrn zu bekehren, darf sich eben nicht wundern, wenn die Bekehrung nicht funktioniert. Und wunderbare und schöne Momente mit Kindern sind, Frau Testsiegerin und Herr Franz.Brandtwein fürchte ich, ebenso Ansichtssache wie alles andere auf Erden.

Dass ein Kind, Herr oder Frau Chagall, nicht gerade der sehnlichste Wunsch meines Vetters war, steht in dem obigen Text doch drin. Dass er hätte konsequent bleiben sollen, und sich bei so offensichtlich divergierenden Lebensentwürfen vielleicht von vorneherein gegen diese Beziehung hätte entscheiden sollen – das kann man ihm, finde ich, kaum vorwerfen. Man hat es eben versucht, und es hat nicht funktioniert. Schade, aber alles kein Beinbruch. Interessant aber, dass Ihnen das Verhalten einer Frau, die ihren Freund so lange unter Druck setzt, bis der, um die Frau zu halten, einer Familiengründung zustimmt, die er nie gewollt hat, nicht tadelnswert erscheint.