Mein erster Gedanke war: egoistisches Arschloch. Gefolgt vom zweiten Gedanken: Wer so knallhart ehrlich ist, kann gar kein so schlechter Mensch sein. Und jetzt, nach dem Versuch, mich in den Herrn Cousin hineinzuversetzen, kann ich ihn sogar ein wenig verstehen. Was mich stören würde, wäre nicht auf Dauer und in erster Linie das brüllende Kind, sondern die Tatsache, dass ich nicht mehr in der Lage wäre meine eigene Frau wiederzuerkennen, sie mir von Tag zu Tag fremder würde und mir fremd bliebe, mir das Gefühl gäbe, ihr nicht mehr wichtig zu sein. Ein Grund zum Gehen wäre für mich somit nicht das brüllende Kind (das wohl mehr Auslöser als Grund war), sondern in diesem Fall wohl eher „die neue fremde Frau“. Das Kind als eine Art Sündenbock – schließlich verlor er seine Frau mit der Geburt (bzw. Entstehung) des Kindes.