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Zum letzten…
Herr Konradin, wie Ihre Frau den Ton Ihrer Äußerungen bewertet, ist hier insofern unerheblich, als dass Sie sich nicht auf dem Blog Ihrer Frau befinden. Mich stört weniger der Inhalt Ihrer Äußerungen, als der apodiktische Tonfall, in dem Sie Ihre Meinung vertreten. das hat nichts mit einer künstlerischen Form Ihrer Gesprächsbeiträge zu tun, sondern ist lediglich ein Gebot der Höflichkeit – seinen Gesprächspartner stets als jemanden zu behandeln, der möglicherweise eben auch recht haben könnte.
Stellen Sie sich einfach vor, Sie befinden sich an meinem Teetisch und plaudern mit ein paar anderen Damen und Herren: Auf die Idee, die Namen der (Ihnen zumal fremden) Personen zu verballhornen, unaufgefordert zu duzen, und die Meinung Ihres Gegenübers nicht nur als möglicherweise unzutreffend, sondern als geradezu kriminell zu bezeichnen, würden Sie da doch auch nicht so schnell kommen?
Dass hier – trotz der Kommentarmöglichkeit – eben keine offene Diskussionsplattform steht, sondern ein persönliches Blog, sollten Sie einfach akzeptieren. Passen Ihnen die Gepflogenheiten hier nicht, so können Sie sich gern auf Don Alphonsos Rebellmarkt schlagen, wo es gern einmal etwas heftiger zur Sache geht als hier. Oder Sie eröffnen ein eigenes Blog. Oder Sie suchen eins der vielen Foren auf, die das Internet zu bieten hat. Was Ihren Respekt angeht, so ist es mir, dies einmal angemerkt, völlig egal, ob Sie mich „ernst nehmen“ oder nicht: Ich bin keine Schriftstellerin, ich führe ein Blog, und die Bezeichnung als „Bloggerin“ ist insofern zutreffend. Sofern für Sie der Begriff des „Bloggers“ etwas Pejoratives an sich hat, sollten Sie sich vielleicht doch einfach von Blogs fernhalten, in denen eingestandenermaßen nicht wissenschaftlich diskutiert, nicht nach der Wahrheit gerungen, nicht Kunst produziert, sondern schlicht ein wenig vor sich hin geplaudert wird.