Vielleicht, Sokrates, besteht ja ein direkter Zusammenhang zwischen der Ehrlichkeit und dem etwas maroden Zustand Ihrer ehemaligen Schützlinge? – Aber soweit wollen wir hier nicht gehen, und statt dessen nur feststellen, dass der ehemals ehrenwerte Stand des Bettlers zu Unrecht in der Wertschätzung der Menschen herabgekommen ist, denn derjenige, der Gelegenheit zur Caritas bietet, bietet letztlich eine imponderabile Dienstleistung an, die über den Wert einer Zeitschrift weit hinausgeht.
Die erwähnten Magazine, Che, kenne ich leider nicht, aber die Berliner Magazine sind gar grausig, schlecht designt, übel betextet und bestürzend unelegant. Gute Absichten und schlechte Ausführung. Da kenne ich glatt kein Magazin, Herr Moravagine, das ich kaufen würde, und das schlechter wäre. Und damit, Herr Raysom, wird der Verkäufer eben doch wieder Almosenempfänger, denn ohne den caritativen Hintergrund würde man diese Dinger ja nicht kaufen, es handelt sich also um eine Art Vorwand. Dann doch lieber die ehrliche Variante der offenen Hand, die ich, Herr Chat, im übrigen vorziehen würde, würden mich die Zeitläufte einmal auf die Straße werfen. Ich habe allerdings nie so ganz verstanden, wie angesichts des doch recht engmaschigen Sozialstaates irgendwer ganz ohne Dach über dem Kopf dastehe kann, aber es scheint ja so zu sein.
Und wenn ich mich über andere ärgere, Herr Entracte, ärgere ich meistens tatsächlich über jene. Es sollte, um auf den Anlass des Textes zurückzukommen, ein Schweigegebot in der Bahn geben. Und das Verbot, Waren und Dienstleistungen feilzubieten.