Ja, Creezy, ich werd’s beherzigen. Nächstesmal. Wenn ich beim nächsten Mal nicht auf der Stelle tot umfalle. Immerhin werde ich auch beim nächsten Insektenzusammenstoß zweibeinig gebissen, denn wieder Erwarten, Frau Engl, ist das Bein nicht abgefallen. Sollte dies noch geschehen, wende ich mich aber an Herrn Mukono als Experten, und sollte mich dies Los in Ostfriesland ereilen, wo ich indes noch nie war, Herr Sokrates, so weiß ich zumindest schon einmal, was mir blüht.

Nur etwas verfärbt ist das Bein noch, nachdem meine netten Kollegen mit noch mehr Medikamenten mit Cortison und so das Problem aus der Welt geschafft haben, denn Krankheit, Herr Marbot, ist in meinem (Angestellten-) Job zwar theoretisch möglich, praktisch allerdings nur dann als Arbeitshemmnis anerkannt, wenn man bewusstlos irgendwo in einer Ecke liegt. Da hat der Rationalstürmer halt schon recht. Ich finde diese Vorgehensweise im Übrigen schon okay, erwarte allerdings im Grunde auch vom Rest der Welt, sich einigermaßen zusammenzureißen, inklusive der erforderlichen Facilities, um auch außerhalb der üblichen Sprechzeiten von Arztpraxen behandelt zu werden. Privat versichert oder nicht, Frau Aqua und Frau Walküre. Die ärztliche Nachfrage, „kann ich sie krank schreiben?“, kenne ich natürlich auch. Und auch, Herr Timanfaya, die Vorgehensweise, gegen eigentlich alles Antibiotika zu verschreiben. Wenn die Pest wieder aufflackern sollte und mit eherner Sicher Europa durchquert, sind wir aufgrund dieses exzessiven Konsums sicherlich alle geliefert. Da nützt dann auch eine Behandlung nichts mehr, die in diesem Fall, Frau Lore, aber schon eher von Vorteil gewesen wäre, allerdings ziehe ich in dieser wie auch jeder anderen Notage sogar diesen Notarzt einem Notheilpraktiker vor. Schöne Vorstellung übrigens, Herr Franzbrandtwein.

Gesualdo als Mücke, lieber Don, erscheint mir schon als eine eher ausgefallene Reinkarnation, da solle keiner sagen, der Almächtige habe keinen Humor. Wenn das nächste Mal ein Insekt mich umkreist, werde ich also genau hinhören, ob das Summen des Tieres entfernt an ein Madrigal erinnert. Aber selbst wenn, Herr Gheist, jenes Tier mir in wahrer und aufrichtiger Liebe zugetan sein sollte, so muss ich doch zugeben, dass die warmen Gefühle zweibeiniger Lebewesen eher Aussicht auf Gegenliebe haben, und dies selbst dann, wenn sie keine Madrigale summen.

Und, Herr Motowns, den Verweis auf Blumfeld, nehme ich jetzt einfach einmal als Kompliment.