Da, Che, hast Du natürlich ins Schwarze getroffen, und ich nehme an, dass die tatsächlich ziemlich jugendlichen Leute zu dem ewigen Kind so etwa das von leiser Lächerlichkeit und einem undefinierbaren Mitleid geprägte Verhältnis haben wie wir zu unserem grauhaarigen, aber duzenden und betont kumpelhaften Erdkundelehrer. Der hätte sich mal in ein Eckchen verkriechen, und als gereifter Herr wieder hervorkommen sollen, DRNIX, aber da war Hopfen und Malz verloren. Wie Sie am letzten Teil der Serie sehen, hat es aber viele Herren nicht einmal ansatzweise erwischt, inklusive der liebenswürdigen und freundlichen Herren Kid37, Burnster, Wallhalladada und Booldog, die als einzigen Fehler die Koketterie kultivieren.
Ob die heute vorgeführte Canaille tatsächlich das Schwein im Manne darstellt, Nickpol – ich weiß es nicht. Vielleicht. manchmal. Oft ist die Canaille allerdings auch von einer kaum überbietbaren etwas brutalen Eleganz, dann ist ihr um so schwerer beizukommen.
Dass die C. beim Verschlingen des Apfelkuchens tatsächlich ein wenig – nun, angestrengt wirkt, kann in der Realität kaum schwächer zum Ausdruck gekommen sein, Frau Walküre, als in Ihrer Vorstellung. Sie hat allerdings, sei geflüstert, möglicherweise Grund zu diesem verhalten, denn wie auch Frau Brittbee so treffend anmerkt: Solche Herren sind schwer loszuwerden, wenn sie es sich erst einmal gemütlich gemacht haben. Vor dem zeitpunkt der Einnistung, das meint wahrscheinlich Frau Arboretum, handelt es sich um durchaus flexible und wanderlustige Herren, die aber, wie an Frau Kaweechelchen ersichtlich, sich offenbar auch einer gewissen Beliebtheit erfreuen.
Wie Männer tatsächlich zu sein haben, Herr Sokrates, werde ich aber natürlich schon deswegen nicht verraten… weil ich es nicht weiß. Erst recht nicht so genau, wie der Herr Che, der ja ein recht präzises Bild malen kann. Ich sehe die Dame quasi vor mir und werde ihr, treffe ich sie demnächst auf der Straße, Herrn Ches E-Mailadresse zustecken. – Weil ich aber nicht einmal weiß, wie Frauen sein sollten, um zu gefallen (außer schön, das scheint zu reichen, ist aber ein anderes Thema). Dass die Probleme zumeist in überhöhten Erwartungen ihre Wurzeln haben, mag, Herr Bandini, zutreffen, allerdings weiß ich nicht zu sagen, ob nicht doch auch es sich viele Männer ein wenig bequem gemacht haben – die alten Rollenbilder müssen nicht mehr bedient werden, und neue sind noch nicht verfügbar. Dazwischen lebt es sich offenbar in vielen Fällen auch recht behaglich. es ist aber recht interessant, dass es wohl Männer sind, die, wie Sie, Herr Marbot, Herr Che, Herr Sokrates etc. überlegen, wie ein Mann zu sein hat, und was wohl männlich sein könnte.