Beim Lesen dieser Zeilen verspüre ich eine eigenartige Unbehaglichkeit. Dürrenmatt und Hildesheimer, Kaschnitz und Eisenreich kenne ich. Bei Johnson weiß ich nicht, welchen Johnson ich da kennen sollte, vielleicht Eyvind.
Wenn ein Kritiker einen anderen ausstalliert, fällt mir immer meine eigene kindliche Fragestellung ein: warum gelten die Zöllner in der Bibel als so schlechte Leute? Später habe ich die Antwort verstanden. Aber ich glaube, dass Kritiker noch eine Stufe darunter stehen. Eine Krähe hacke der anderen kein Auge aus, scheint hier nicht zu gelten.
In der Literatur kann ich da nicht mitreden. Aber für mich stellt Eduard Hanslick das Musterbeispiel des Kritikers an sich dar: Verriss um des Verreißens willen.
Es gibt ja auch nicht viele Kritiker, an die man sich heute noch erinnert.
Aus der Bücherliste lässt sich eine gewisse Frankophilie ablesen. Wenigstens mit Chateaubriand kann ich etwas anfangen…