@erphschwester: Es ist ja nun nicht so, dass da so drei Jahre lang ein „Gehalt“ bezahlt wird, und alles ist vorbei. Rentenansprüche, Zugewinn, da wird immer noch ganz schön verteilt bzw. ausgeglichen. Das rechtfertigt sich beim traditionellen Modell, so jedenfalls die Vorstellung, dadurch dass es dem einen ermöglicht, mehr zu verdienen und hinzu-zu-gewinnen, als wenn beide arbeiten und sich um Haushalt Küche Kinder Hund Blubb kümmern.
Tückisch sind freilich die Ehen, wo der Zugewinn nicht groß war, wo der Mehr-zu-gewinnende trickst und Vermögen verschiebt, oder wo es schlicht einen Ehevertrag gibt, der nicht so dreiste Klauseln enthält, dass er wirksam ist. Die Gerichte und der eigene gute Anwalt kann da viel korrigieren, aber es bleibt sicherlich eine unbefriedigende Lücke.
Aber was ist das kleinere Übel: das „EinmalZahnarztgattinImmerZahnarztgattin“ Modell oder ein Modell welches es beiden abverlangt, nach einer gewissen Zeit und nach Durchführung eines ausgleicht dann wieder auf eigenen Füßen zu stehen? Und: das soll jetzt nicht falsch rüberkommen, aber will man wirklich ewig von dem oder der Verflossene(n) abhängig sein? Passt das, was für unsere Eltern in dne 60ern, 70ern noch in Ordnung war, ins Jahr 2013? Diese Entscheidung hat der Gesetzgeber getroffen, und sie ist sicherlich eine politische, nicht unbedingt aber eine auf maximale Gerechtigkeit bis ins Allerkleinste.

Die Frage „wo läge dann der vorteil einer ehe“ ist aber auch durchaus berechtigt. Die CSU hat, unter Verweis auch auf Art. 6 Grundgesetz, letztlich genau so argumentiert. Sie befinden sich also durchaus in Gesellschaft, ob es für Sie eine angenehme ist, kann ich nicht beurteilen.