Es wird warm in Berlin. Es ist genauer gesagt schon seit Wochen immer wieder warm, so ein drei-, viertägiger falscher Sommer, gefolgt von windigen Tagen, aber nun scheint er angekommen zu sein, der Berliner Sommer. Nur der Sommerrausch, diese Tage, in denen die ganze Stadt wie betrunken selig lächelnd durch die gleißend helle Stadt schwankt, bleibt dieses Jahr aus.
Nichts ist es mit dem ersten Bier am Schwanenteich. Nichts mit dem ersten G&T auf den Dächern von Mitte. Aber die Abende auf dem Rad, die bleiben, der warme Wind auf der Haut. Nur die Winterfüße, die stecken noch in geschlossenen Schuhen, denn gerade gibt es niemanden, der mir Sommerfüße macht, und ich selbst traue ich mich nicht an diese hornigen Klumpen