18. Dezember 2015

In Neukölln bin ich gern. Ich mag die Studenten, die aus Ontario, Lyon oder Stuttgart kommen könnten, ohne dass man das sieht oder hört. Ich mag die Bars, in denen die Luft noch angefüllt ist mit so einer feinstofflichen Nervosität, Wunsch und Begehren, Bier und manchmal sogar noch Rauch. Ich schaue auch gern Leuten beim Jungsein zu.

Besonders gern in Neukölln bin ich mit Mek. Ich glaube, ich war das ganze Jahr nur mit Mek in Neukölln, weil der J. da nicht so recht zu überzeugen ist, und ich die Frau Engl nur ein einziges Mal besucht habe im ganzen Jahr, das war beim Tomatenessen, und auf einmal tut es mir leid um das Jahr 2015, obwohl es ein schönes Jahr war, weil ich weniger gelebt habe, als ich eigentlich wollte, und nehme mir vor, dass 2016 bunter, saftiger und herzhafter wird.

Für heute Abend aber trinke ich Wein und Bier und laufe durch den falschen Frühling Dezember die Elbestraße abwärts und die Weserstraße empor, der Spree entgegen.

Ein Gedanke zu „18. Dezember 2015

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